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Was ist ein Bautagebuch — und wann brauche ich eins?

Kurz gesagt

Ein Bautagebuch ist die fortlaufende Aufzeichnung des Baufortschritts: wer war wann da, was wurde gemacht, welche Behinderungen oder Besonderheiten gab es. Eine generelle gesetzliche Pflicht dazu hast du als Handwerker nicht. Sie entsteht meist über den Vertrag — ist die VOB/B vereinbart, kann dein Auftraggeber ein Bautagebuch verlangen.

Was reinkommt

Ein brauchbares Bautagebuch hält pro Tag fest:

  • Datum und Wetter.
  • Wer war auf der Baustelle — eigene Leute und andere Gewerke.
  • Welche Arbeiten ausgeführt wurden.
  • Behinderungen, Verzögerungen oder Mängel anderer Gewerke.
  • Materiallieferungen und besondere Anweisungen des Auftraggebers.

Wann es zur Pflicht wird

Die VOB/B gilt nicht automatisch — sie muss im Vertrag vereinbart sein. Ist sie das, kann dein Auftraggeber ein Bautagebuch von dir verlangen. Bei einem normalen Werkvertrag nach BGB ohne solche Klausel gibt es diese Pflicht nicht.

Warum es sich auch ohne Pflicht lohnt

Gerät der Bau ins Stocken, weil das Vorgewerk nicht fertig ist oder Material fehlt, ist dein Tagebuch der Beleg dafür. Es ist die Grundlage für eine Behinderungsanzeige und für Nachträge — und im Streit oft der Unterschied zwischen „kann ich beweisen“ und „steht Aussage gegen Aussage“.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung zum konkreten Bauvertrag.

Stand: 2026-06-28

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